L e b e n s u m w e g e  -  E r f u r t

Die Selbsthilfegruppe für an Depressionen erkrankte Menschen und ihre Angehörigen

... berichte ich hier, um Betroffenen und Angehörigen mit meinen Aussagen / Erfahrungen und Erfolgen wieder Mut zu machen, den Weg zurück in ein lebenswertes und selbstbestimmtes Leben zu finden.

zuerst ein paar Daten zu meiner Person

  • geboren: 1963
  • mit 16 Jahren ernste Suizidabsichten, doch dann Abkehr davon und Hinwendung zum christlichen Glauben
  • in 1. Ehe verheiratet seit 1988
  • 2 Kinder
  • Scheidung der 1. Ehe 1997
  • alleinerziehend
  • langzeitarbeitslos (insgesamt ununterbrochen über 10 Jahre)
  • Um- und Ausbau eines ererbten Eigenheims
  • 04.2003 Kennen lernen meiner 2. Frau über eine christliche Partnervermittlung
  • 11.2003 Verlobung
  • April 2004 standesamtliche - und August 2004 kirchliche Trauung
  • Aufbau der neuen, beruflichen Existenz meiner Frau in Thüringen
  • 2004 - Gründung m/einer ICH- AG als Computerservice- Unternehmen
  • 2006 - erste konkrete Diagnose: Erkrankung an Depressionen
  • 2006 - Aufgabe der Selbstständigkeit aus gesundheitlichen Gründen (kognitive Defizite)
  • Behandlung und medikamentöse Einstellung ambulant und später auch klinisch
  • 2008 Mitbegründer der Selbsthilfegruppe "Seelenaufgang" für an Depressionen erkrankte Menschen, die sich dann in den Verein "Lebensumwege - e.V. Psychosoziale Selbsthilfe Thüringen" umwandelte
  • 2010 Rentenantrag wegen voller Erwerbsminderung gestellt und Rente befristet bis 2012 bewilligt
  • 11.08.2010 Gründung der 4. von insgesamt 5 Vereinsniederlassungen in Thüringen - in Erfurt
  • 2012 Aberkennung des Rentenanspruches und Beginn des Widerspruchs- und Klageverfahrens
  • 12.2013 Auflösung des Vereinsstatus von "Lebensumwege - e.V. Psychosoziale Selbsthilfe Thüringen" und Übergang der bisherigen Vereinsniederlassungen in eigenständige Selbsthilfegruppen
  • 01.01.2014 Neugründung der Erfurter Selbsthilfegruppe: "Lebensumwege-Erfurt" und Einrichtung einer Internetpräsenz  - alleinverantwortlich ich als Webmaster
  • 2015 - 1. Gerichtsverhandlung zu meinem Rentenverfahren in 1. Instanz am Sozialgericht Nordhausen
  • 2015 - 2. Gerichtsverhandlung zu meinem Rentenverfahren in 2. Instanz am Landessozialgericht Erfurt
  • Teilerfolg erzielt und Wieder-/Weiterbewilligung der Rente wg. voller Erwerbsminderung bis 2017 erreicht
  • vorläufige Weiterbewilligung meiner Rente bis 2020
  • Weiterbewilligung der noch immer nur als befristet eingeordneten Rente bis 2022
  • 23.03.2020 Rentenbescheid zur Umwandlung der Rente in eine Dauerrente bis 30.09.2030 (Altersrente)
  • 2 Enkelkinder haben mich zum Opa gemacht
  • 23.06.2020 Magenspiegelung als Voruntersuchung für eine geplante, bariatrische- (Magen-) OP
  • 15.07.2020 klinische Aufnahme in eine Klinik mit zertifiziertem Adipositas- Zentrum
  • 16.07.2020 die umfassend lebensverändernde Magen- OP
  • 17.07.2020 postoperativer Tag auf Intensiv
  • 18.07.2020 Rückverlegung auf Station
  • 21.07.2020 Entlassung aus der Klinik nach nicht mal einer Woche Aufenthalt und Beginn eines gewaltig veränderten, neuen Lebensabschnittes (mehr dazu erfahren Sie auf meiner neuen, privaten Internetseite: https://www.meinemagenop.de/)


und das bin ich:

Olaf Lindenlaub, ein an Depressionen erkrankter, aber trotzdem glücklicher Mensch, der sein Leben wieder neu - mit viel Hilfe und Unterstützung - annehmen und leben lernen konnte/kann.

Dabei halfen / helfen mir massiv:

  • mein christlicher Glaube, an dem ich trotz aller Schwierigkeiten - gemeinsam mit meiner lieben Frau festhalte
  • die echte, tiefe, tragfähige, verständnisvolle und zuverlässige Liebe, die Begleitung und das umfassende Verständnis meiner ebenfalls gläubigen Frau
  • die Leute meiner Selbsthilfegruppe, die mich akzeptieren, achten, unterstützen und mir zubilligen, das ich nicht immer da sein und die Gruppe leiten kann
  • die guten Beziehungen zu zwei Ehepaaren, mit denen wir trotz - oder gerade wegen Corona - besonders Kontakt (per Mail, Telefon, WhatsApp, Zoom, Skype) gehalten haben um uns gegenseitig durch diese Zeit zu begleiten.
  • die "tierischen" Therapeuten, wie ich gerne unsere Haustiere bezeichne. 2 Hunde, ein Kater, ein Kätzchen, unsere Landschildkröten und die Fische im Aquarium schenken so viele schöne Momente. Ihre tierischen Bedürfnisse zwingen zu einer gewissen Tagesstruktur und ihre empathischen Fähigkeiten sind menschlich unerreichbar.
  • die Aufgabe des Gesprächsgruppenleiters und Webmasters - dieser - der Internetpräsenz der SHG Lebensumwege-Erfurt und der meiner privaten Seite "MeineMagenOP.de" in denen ich wieder neu Sinn und Erfüllung in meinem Leben finden durfte.
  • und natürlich auch die so tollen Ergebnisse der lebensverändernden Magen- OP am 16.07.2020, die mir eine völlig neue Lebensqualität bescherten. Mein Leben wurde viel agiler, bewegungsreicher und im mehrfachen Wortsinn deutlich (30kg!!!) "leichter".


Eine Wohltat für die Seele, für die Augen und eine große Freude - unsere Tiere ("die tierischen Therapeuten" - wie wir sie nur zu gerne nennen) und auch unsere Zimmerpflanzen. Ein kleiner Gartenbereich direkt am Haus mit einer gemütlichen Sitzecke sorgt für schöne Aufgaben aber auch für wunderbare Entspannung.

unsere Samojedenmädchen "Abby" (ein, sibirischer Schlittenhund, von Menschen, die keine Zeit für sie hatten)

unser kleines "Sally"- Mädchen,
(das wir mit Hilfe anderer aus einer slowenischen Tötungsstation gerettet haben)

unsere „Schokominze“ - "Marnie",
(ein süßes kleines Kätzchen, das wir von einem verantwortungsbewussten Tierhalter abkauften)

Abby


Sally


Marnie

unsere eigenwilliger Kater "Snoopy" (ein Maincoon- Mix) der meiner Frau vor etliche Jahren zur Übernahme mitgegeben wurde.

unsere "Schildbürger" (wie wir sie scherzhaft nennen), die uns sehr viel Freude bereiten und in ihrer Beobachtung Entspannung und ein wunderbares "Herunterfahren" er-möglichen

unsere "Fischies" (sind - ebenso wie die "Schildbürger" ein Hingucker und wirken beruhigend und entspannend. Oft sind sie statt dem Fernsehgerät unser Blickfang und "Begleiter" schöner Gespräche zum Tages-ausklang

Snoopy
Schildkröten


Fische


... unsere ------------------------

wunderschönen ------------------

Pflanzen --------------------------

Orchidee1
Orchidee 2


Orchidee 3


Orchidee 4


Eveu


 

Mit der Diagnose: "Depressionen" bekamen meine von mir selbst als nicht mehr normal erlebten Befindlichkeiten in meinem Gefühlsleben eine Erklärung, wobei das eigene Verständnis noch längst nicht soweit war und erst viel später hinterher kam.
Dann begann auch bei mir - wie bei fast allen anderen, die eine ähnliche Diagnose bekommen - der aussichtslose (wenn ich das da nur schon gewusst hätte) Kampf und Widerstand gegen die Erkrankung, die ich glaubte mit viel Willenskraft und "Zusammenreißen" wieder in den Griff bekommen und besiegen zu können.

Lange Zeit und viele Fehlversuche später musste ich erkennen, dass ich mich mit dieser Erkrankung arrangieren und nicht gegen sie ankämpfen muss.

Doch wie macht man das, wo fängt man an, wo nimmt man die Kraft dazu her, die doch eigentlich fehlt?

Viele Fragen, doch Anfangs fand ich keine Antworten und war nur Verzweifelt und Hilflos.

In der Verzweiflung meiner Erkrankung zeigte mir der Gott - an dem ich glaube - Menschen, die ebenso von einer psychischen Erkrankung an Depressionen betroffen waren.
Ich bemerkte, dass es so Viele sind, die - jeder einzeln für sich - um Bewältigung dieser Betroffenheit kämpfen und außerdem auch so viele Angehörige von Betroffenen, die ebenfalls mit ihren Nöten alleine dastehen.

Postkartenbild


Als ich die nebenstehende Postkarte bekam, wurde mir bewusst, dass - obwohl von vielen Freunden(?), der Gesellschaft und dem Arbeitsmarkt AUSSORTIERT - ich trotzdem noch zu etwas nützlich sein und eine wichtige und erfüllende Aufgabe im Leben finden kann.

Ich bin sehr dankbar dafür, trotz meiner gesundheitlichen Einschränkungen diese besondere Aufgabe ehrenamtlich ausüben und denen weiter helfen zu können, die bisher damit ebenso allein und hilflos dastehen wie ich zuvor.

Der alte Brunnen

Der alte Brunnen spendet leise,
sein Wasser täglich gleicherweise
Wie segensreich ist doch solch Leben:
Nur immer geben, immer geben!

Mein Leben sollt dem Brunnen gleichen,
ich leb, um andern darzureichen.
Doch geben, geben alle Tage …
„Sag Brunnen wird’s dir nie zur Plage?“

Da sagt er mir als Jochgeselle*:
„Ich bin ja Brunnen nur, nicht Quelle!
Mir fließt es zu, ich geb nur weiter,
drum klingt mein Plätschern froh und heiter.“

Nun leb ich nach des Brunnens Weise,
zieh stille meine Segenskreise.
Was mir von Christo** fließt ins Leben,
das kann ich mühlos weitergeben.

A. Kleemann

* gemeint ist: ein "im Dienst Stehender"
** lateinisch für Christus

Sicher fragt sich mancher, wie ich diese verantwortungsvollen Aufgaben - zum einen als Gesprächsgruppenleiter der SHG Lebensumwege Erfurt und Webmaster ihrer / dieser Homepage - trotz meiner gesundheitlichen Einschränkungen wahrneh-men kann, woher meine Kraft, Energie und mein Durchhaltevermögen kommt?

Die Antwort darauf fand ich / bekommen Sie im nebenstehenden Gedicht.

Es wurde mir zum Leitbild für meine Arbeit und es ist tatsächlich so, das ich "bekomme" was ich brauche und zutrifft:

"Ich bin ja Brunnen nur, nicht Quelle!
Mir fließt es zu, ich geb nur weiter..."

Hier noch ein Gedicht - diesmal aus meiner Feder - zum Trost, zur Ermutigung, als "Wegbeschreibung" - für alle, die sich zurück in ein wieder lebenswertes, glückliches und selbstbestimmtes Leben kämpfen.

Wer mal reinlesen möchte klickt hier: -► Der mühevolle Weg der kleinen Schritte

Lasst Euch mit diesen Zeilen Mut machen!
Gebt (Euch) nicht auf!

Warum solltet Ihr nicht auch das schaffen, was (auch) ich damals für unmöglich hielt?!
Es ist eine lange Durststrecke, ein schwerer Weg der Geduldsprüfungen, aber ich würde ihn immer wieder gehen.
Jeder einzelne Schritt hat sich gelohnt, hat mich bereichert!
Selbst negative Erfahrungen brachten mich voran, zeigten mir, wohin der Weg nicht führt, wo es nicht weitergeht.
Schlug eine Tür zu, öffnete sich eine andere.

Dieser Weg hat mir sehr viel abverlangt aber - was völlig unsinnig klingen mag - mir so viel gegeben, mich so bereichert, mich zurück zu mir selbst geführt, mich mit so vielen wunderbaren Menschen zusammen gebracht ...

Nichts davon würde ich wieder hergeben wollen und dafür hat sich der Kampf gelohnt, auch wenn er noch nicht - vielleicht niemals - zuende sein wird.

Schlaflosigkeit und Gedankenkreisen - ein Problem vieler Depressiven
Viele Depressive klagen über Schlaflosigkeit und das "Gedankenkarussell" was sich in ihrem Kopf dreht und sich einfach nicht zur Ruhe bringen lässt.
Da auch ich solche schlaflosen oder schlafarmen Nächte zur Genüge kenne, habe ich mich in einer dieser Nächte an meinen PC gesetzt, meine Gedanken bewusst konzentriert und versucht, sie in ein Gedicht zu fassen.

Lest selbst, was dabei rausgekommen ist: -► Schlaflos!

Wie in der obigen Chronologie mit dem Eintrag: "2006 - erste konkrete Diagnose - Erkrankung an Depressionen" dargestellt - begann ab da mein Weg mit einem "Lebenspartner" der sich irgendwann ungefragt dazugesellt hatte und nicht mehr weichen wollte.

Carl Gustav Jung - ein Schweizer Psychiater und der Begründer der analytischen Psychologie - formulierte die ganz besonders bedenkenswerten Worte:

                                                                                       "Die Depression ist eine schwarze Dame.
                                                                           Wenn sie an deine Tür klopft,
                                                                           bitte sie an deinen Tisch und frage sie,
                                                                           was sie dir zu sagen hat".

Bei mir dauerte es

  • sehr lange, die "schwarze Dame" der Depression "an meinen Tisch zu bitten"
  • dann noch länger, sie zu fragen, "was sie mir zu sagen hat"
  • und noch länger, bis ich verstand, was sie mir sagte.

Doch irgendwann begann ich zu begreifen, das ich nicht wieder - aber auch nicht weiter - so leben konnte und ich mich zuerst der Herausforderung stellen muss, mich wieder "neu Kennen Lernen" zu wollen.

Klingt völlig idiotisch oder? - ich kenne mich doch (m/)ein ganzes Leben lang!

Ja und Nein, denn diese Erkrankung hat einen anderen Menschen aus mir gemacht, auch wenn ich äußerlich Derselbe blieb wie zuvor.
Doch meine Seele und damit meine ganze Gefühlswelt hatten sich völlig verändert und fühlten sich einfach nur noch chaotisch an.

Eine recht trostlose Ausgangsbilanz, aber eine klare Notwendigkeit, etwas ändern zu müssen.

Grenzen und Möglichkeiten mussten ebenso neu definiert - wie die Ordnung im sozialen Umfeld überprüft - und Beziehungskonstellationen neu überdacht und definiert werden.

Viele "Freunde" kamen mit mir plötzlich nicht mehr zu Recht, da ich ihre Wünsche:

"Kannst Du mal..."?  ------ "Hast Du mal..."? ------ "Machst Du mal..."?

... nicht mehr so erfüllen konnte, wie sie sich das vorgestellt und in der Vergangenheit immer auch so erlebt hatten.

Ich lernte, mit gutem Gewissen "Nein"! zu sagen - es sagen zu müssen, weil ich zu einem "Ja"! oft nicht mehr in der Lage war.
Diese Tatsache "mistete" meine Beziehungen gründlich aus und trennte die "Spreu vom Weizen".

Mit diesen aktiv herbeigeführten Veränderungen, aber vor allem mit der Hilfe und Unterstützung meiner lieben, ebenfalls gläubigen Frau, schafften wir den Weg heraus aus dem tiefsten Tal der Depression, wobei es bedingt gelang, die "schwarze Dame" der Depression "an meinen Tisch zu bitten" und sie immer öfter zu fragen, "was sie mir zu sagen hat".

Diese "schwarze Dame" spricht eine klare und verständliche Sprache, wenn man gelernt hat, ihr zuzuhören und sich danach richtet, wenn sie auf notwendige Veränderungen hinweist.

Als ich begann, Begrenzungen und Beschränkungen neu zu definieren, weil mir immer klarer und deutlicher wurde, das mein/unser Leben eine neue Qualität annehmen muss, begann mein Weg zurück in ein wieder selbstbestimmtes - aber in vielen Eigenschaften völlig anderes Leben - als ich es zuvor gelebt hatte.

Doch so gelang es mir, wieder glücklich zu werden und ein erfülltes Leben gestalten zu können.

Wie das ganz praktisch aussieht, verstand ich anfangs nur bedingt, fand aber mit Hilfe anderer Betroffenen einen Weg, mein Manko durch Krankheit als Potential zu begreifen, das ich in die Arbeit mit ebenfalls Betroffenen bzw. mit deren Angehörigen einbringen - aber mindestens auch genau soviel von ihnen dazulernen kann.
In dieser Erkenntnis wurde ich Mitbegründer eine Selbsthilfeorganisation und leite heute die Selbsthilfegruppe für an Depressionen erkrankte Menschen und ihre Angehörigen die SHG Lebensumwege-Erfurt.
Hier zählt, dass ich ein Erfahrungskapital besitze, das ich sowohl in den Jahren meiner Selbsthilfearbeit sammeln - als auch durch umfassende, eigene Erfahrungen erwerben konnte.
Dieses Wissen kann ich nun - gewinnbringend und hilfreich für andere an Depressionen Erkrankte - aber auch für ihre Angehörigen - einbringen und weitergeben.

Die Einstellung zu meiner Erkrankung hat sich mit der Chance in der Depressions- Selbsthilfearbeit tätig zu werden, grundsätzlich geändert.

Diese Erkrankung brachte mir den Gewinn, viele wunderbare Menschen kennen lernen zu dürfen, die "Leidgereift" eine ganz andere - um vieles tiefgründigere - Einstellung zum Leben bekommen haben.
Dieses Leben - in das wir (auch meine Frau und ich) uns mit viel Kraft und Willen zurückgekämpft haben - leben wir nun sehr viel bewusster und tiefgründiger, nehmen uns mehr Zeit für uns selbst und füreinander.

Nebenbei zeigte uns der baulich bedingte Empfangsausfall unserer Satellitenschüssel, dass es auch ohne herkömmliche Fernsehgeräte geht und wir schafften sie ab.
Damit gewannen wir wertvolle Zeit für ein immer besser werdendes Miteinander und "verbannten" nervenaufreibendes "Zappen" mit der Fernbedienung ebenso, wie den ganzen Ärger mit ständigen Werbeunterbrechungen aus unserem Leben.
Man war ja doch immer nur am Umschalten auf einen anderen Kanal, wo zeitgleich ja auch nur Werbung lief, dann wurde wieder umgeschaltet usw., usf.
Schlussendlich erwischten ich mich oft beim "Festgucken" in drei oder mehr Sendungen gleichzeitig, wovon ich aber von keiner wirklich einen Zusammenhang mitbekam.
Außerdem habe ich mich - auch in meiner Veranlagung der Hochsensibilität (unter Depressiv durch -► Hochsensibilität erfahren Sie mehr dazu) - psychisch, konzentrativ und in meiner Aufnahmefähigkeit ständig überfordert und mir viel zu viel Mist "reingezogen".
Nun haben wir das Fernsehen im üblichen Sinne abgeschafft und sehen unsere Sendungen nach gezielter, gemeinsamer Vorauswahl übers Internet an.

Das macht viel mehr Freude und es bleibt so viel mehr wertvolle Zeit füreinander übrig.

Rundfunk, Internet und Presse informieren völlig ausreichend über das aktuelle Tagesgeschehen und wenn wir wollen, können wir ja nach dem, was uns interessiert auch "googeln".
Auch den Blick für alles Schöne - so auch für die wunderbare Schönheit der Natur - habe ich zurück bekommen und kann mich - auch oder gerade in einem Stimmungstief - wieder daran erfreuen.
Die Aufgaben innerhalb meiner Selbsthilfearbeit, die ich mit meinen eingeschränkten Kräften und auch nur durch und mit der Unterstützung meiner Frau und aller Gruppenmitglieder leisten kann, gibt meinem Leben wieder Sinn und Erfüllung in der Gewissheit, meine Berufung gefunden zu haben.

Eine interessantere und schönere Aufgabe kann ich mir - mag das auch oft anstrengend und nicht einfach sein - nicht mehr vorstellen.

Ich wünsche Ihnen, das auch Sie Ihre Aufgabe/n und damit hoffentlich auch Ihre Berufung in Ihrem Leben (wieder/neu) finden und begreifen, dass man auch mit einer Erkrankung an Depressionen ein glückliches, sinnerfülltes, selbstbestimmtes Leben - auch in einer stabilen Partnerschaft - führen kann.

Gerne unterhalte ich mich mit Ihnen darüber, wie auch Sie Ihren eigenen Weg dorthin (wieder-) finden können und stehe Ihnen mit meinem Wissen und Erfahrungen zur Seite.

Olaf Lindenlaub, Webmaster und Gesprächsgruppenleiter SHG Lebensumwege-Erfurt

-► Impressum + Kontakt

Fehlerhaften Link per SMS melden unter: » 0152 / 22189091 «

© SHG- Lebensumwege Erfurt