L e b e n s u m w e g e  -  E r f u r t

Die Selbsthilfegruppe für an Depressionen erkrankte Menschen und ihre Angehörigen

Auf dieser Seite möchten wir dem Sachverhalt nachgehen, wenn gesundheitliche Gegebenheiten es notwendig werden lassen, dass eine häusliche Pflege angedacht werden muss und wie diese auf den Weg zu bringen ist.

Die Voraussetzungen für Pflegebedürftigkeit sind im Gesetz (11. Buch des Sozialgesetzbuches bzw. SGB XI) genau definiert.

"Pflegebedürftig ist, wer körperliche, geistige oder psychische Beeinträchtigungen oder gesundheitlich bedingte Belastungen oder Anforderungen nicht selbstständig kompensieren oder bewältigen kann und deshalb fremde Hilfe benötigt. Pflegebedürftigkeit wird also nicht daran gemessen, wie schwer jemand erkrankt oder behindert ist".

Wie geht es aber nun weiter, wenn von einer Pflegebedürftigkeit ausgegangen werden und diese durch eine sogenannte Pflegebegutachtung eingeschätzt werden muss?

Berücksichtigt werden und in der Bewertung eine prozentuale Zuordnung finden:

  • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte (15%)
  • Mobilität (10%)
  • Kognitive und kommunikative Fähigkeiten --- Verhaltensweisen und psychische Problemlagen (15%)
  • Bewältigung von und selbststän­diger Umgang mit krankheits-­ oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen (20%)
  • Selbstversorgung (Körperpflege, Ernährung etc.) (40%)

Doch was genau bedeutet das alles?

Hier gibt eine Broschüre der BARMER (Linkangabe etwas weiter unten) umfassend und leicht verständlich Auskunft und erklärt den Weg ...

Vom Punktwert zum Pflegegrad

und

Die Bewertungssystematik der Pflegebegutachtung

Zitat:

Liebe Leserin, lieber Leser, diese Broschüre ist eine mögliche Ergänzung zu unserer Broschüre „Wie bereite ich mich auf die Pflegbegutachtung vor?“. Hierin erläutern wir das gesetzlich festgelegte Punktesystem und die Bewertungssystematik, welche der Zuordnung zu einem Pflegegrad zugrunde liegen. Mit den beiden Broschüren möchten wir bestehende Fragen zur Pflegebegutachtung umfassend beantworten und Ihnen detailliert erläutern, wie Pflegebedürftigkeit festgestellt und ein möglicher Pflegegrad errechnet wird. Ihre BARMER Pflegekasse.

Quelle: BARMER

Quellen- / Linkangabe:

https://www.barmer.de/blob/11102/ced642d0ccf7740b00b19d0e681a2723/data/vom-punktwert-zum-pflegegrad-7253ep.pdf

Unsere Empfehlungen:

  • Drucken Sie sich die Broschüre ggf. für sich aus (20 Seiten A4).
  • Lesen Sie sich diese in für Sie passenden Teilstücken und nicht mit einem Mal durch.
  • Versuchen Sie sich selbst mit Ihrer Situation - am besten nicht allein sondern mit Hilfe einer Vertrauensperson - in die einzelnen Kriterien einzuordnen.
  • Nehmen Sie sich dafür ein extra Blatt, so können Sie leicht notwendige  Änderungen ein- oder mehrfach durchführen.
  • Beachten Sie aber, das Sie Ihre Angaben keinesfalls nach Ihrer "Bestform" ausrichten sollten. Orientieren Sie sich an Ihren "schlechten Zeiten", aber bleiben Sie realistisch.
  • Legen Sie die ausgefüllte Broschüre einige Tage zur Seite und schauen Sie später noch einmal darüber. Dadurch findet man Fehler und / oder kann ggf. notwendige Korrekturen / Präzisierungen vornehmen.


Wie kommt es aber nun dazu, das ein Gutachter beauftragt wird und Sie für ein Gutachten bei Ihnen zu Hause (die Begutachtung des Pflegebedürftigen erfolgt grundsätzlich in seinem häuslichen Umfeld durch einen Hausbesuch) besuchen kommt?

Die Homepage: "Deutsche Familienversicherung" gibt auf ihrer Seite die Antwort mit entsprechenden Hilfen und einfach zu verstehenden Erklärungen. Sie erreichen den Artikel direkt mit Klick auf den Link: » Pflegeantrag: So wird er richtig gestellt

Quellen- / Linkangabe: https://www.deutsche-familienversicherung.de/ratgeber/artikel/pflegeantrag-so-wird-er-richtig-gestellt/

Beachten Sie die die hier gegebenen wertvollen Hinweise gut und erstellen Sie im Vorfeld - wie im Text empfohlen - auch eine Dokumentation über Ihre persönlichen Einschränkungen. Erwähnen Sie darin auch Ihnen unangenehme oder peinliche Dinge wie z.B. Harn- oder Stuhl- Inkontinenz, Errektionsstörungen, Impotenz, Händezittern, psychische Probleme usw.

Nehmen Sie nun Kontakt (telefonisch, schriftlich oder bei einigen Kassen auch per Mail) zu Ihrer Krankenkasse auf.
Schriftlich reicht ein formloser Antrag aus.

Wie geht es jetzt weiter?

Wie ebenfalls im Text beschrieben, schickt die Kasse dem Antragsteller nun ein Formular für den Pflegeantrag und einen Flyer vom MdK -

INFORMATIONEN ZUR
PFLEGEBEGUTACHTUNG

- zu.
Folgen sie auch hier der gegebenen Empfehlung, sich zum Ausfüllen Unterstützung - z.B. von Angehörigen, Pflegediensten oder dem Sozialdienst eines Krankenhauses - dazu zu holen.

Sollten sie sich schon vorinformieren wollen, oder keinen Flyer erhalten haben, finden sie diesen nachstehend in der Tabelle "Info- Flyer des MDK"

Nach Rücksendung des Antragsformulars und Bearbeitung durch die Krankenkasse wird Ihnen von dieser mitgeteilt:

  • das zur Feststellung einer Pflegebedürftigkeit eine gutachterliche Untersuchung erforderlich ist.
  • Sie dazu aber noch ein Schreiben direkt vom MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherungen) erhalten, indem Termin und Name des Gutachters (dieser kann sich ggf. noch ändern) genannt werden.
  • Sie bei Verhinderung (Facharztbesuch, ambulante OP oder andere, triftige Gründe) sich bezüglich eines anderen Termins zurückmelden müssen.

Wie es ab hier weitergeht, was sie vorbereiten, beachten, berücksichtigen und beherzigen sollten, erfahren sie weitergehend auf unserer Seite:

Der Gutachter kommt



Info- Flyer des MDK
(zum ansehen oder downloaden)

INFORMATIONEN ZUR
PFLEGEBEGUTACHTUNG

Vom medizinischen Dienst der Krankenkversicherungen (MDK) wurde zu ihrer Information extra ein Info- Flyer:

INFORMATIONEN ZUR
PFLEGEBEGUTACHTUNG

erstellt.
Diesen wird ihnen grundsätzlich mit der Antragsbestätigung zugeschickt.

Sie können sich diesen Flyer aber auch schon jetzt mit Klick auf das nebenstehende Bild der Titelseite ansehen oder ihn downloaden.

Bitte beachten Sie, das dieser Flyer im "PDF- Dateiformat" vorliegt und Sie zum Öffnen, Betrachten und Ausdrucken von PDF- Dokumenten das Programm: "Acrobat Reader®" benötigen, das sie ggf. auf unser Seite Downloads herunterladen können.

MDK Flyer





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